Der Esrom-Käse ist ein herrlicher dänischer Klassiker, der sowohl in Dänemark aber auch außerhalb der Landesgrenzen geschätzt und genossen wird.

Insbesondere die Deutschen haben einen Sinn für die unvergleichbaren Qualitäten.

EsromDer Käse erhielt seinen Namen 1962 nach dem gleichnamigen Kloster Esrum auf Nord-Seeland, wo die dort ansässigen Mönche für die Fastenzeit Käse hergestellt haben könnten, dafür gibt es jedoch leider keine Quellen, die dies belegen können.

Was wir allerdings mit Sicherheit wissen ist, daß die Herstellung von Esrom in der Neuzeit um 1930 und danach in den staatlichen Versuchsmolkereien vorbereitet und in der "Midtsjællands Herregårdsmejeri" eingeleitet wurde, bevor andere Molkereien sich inspirieren ließen und die Herstellung aufnahmen.

Der schöne, halbfeste Käse mit den vielen kleinen Löchern und dem milden, leicht säuerlichen Geschmack wurde Teil des dänischen Nationalgerichts "smørrebrød" (Schwarzbrot mit vielen Schichten an Aufschnitt und künstlerischer Garnitur). "Smørrebrød" ist heutzutage ein eher seltener Genuß, und der Esromkäse ist zu einem Teil des modernen Lebensstils geworden.

Das gans Besondere am Esrom ist die Rotschmierbehandlung (auch dänische Methode genannt), die dem Käse eine weiche und trotzdem schneidfähige Konsistenz, ein zartes und besonderes Aroma sowie eine schöne, orange Haut verleiht, die mit verzehrt werden kann.

Es ist nicht ohne Grund, daß der Esrom heutzutage von der EU als Käse dänischen Ursprungs mit dem Prädikat GGA ausgezeichnet ist.

Herstellung

Esrom wird aus frischer Milch von Kühen hergestellt, die in Dänemark leben und grasen. Beim Esrom handelt es sich um einen so genannten "geschöpften" Käse, was soviel heißt, daß der Käsebruch aus dem Kessel "geschöpft" wird, nachdem die Käsemolke abgezapft wurde.

Der Käsebruch wird nur leicht gepreßt, weshalb er die vielen kleinen Löcher in der Schnittfläche bekommt.

Der Esrom reift schnell. Er liegt 2-4 Wochen bei konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den Regalen der Käselager.